Lustschloss Belveder

Sommerhaus auf dem Land in der Nähe von Valtice

Das Lustschloss Belveder wurde in den Jahren 1804-1806 auf Veranlassung des herrschenden Fürsten Alois I. von Liechtenstein (1759-1805) erbaut. Sein Architekt war Josef Hardmuth  (1758-1816). Das Lustschloss hatte außer der Verschönerungs- und Repräsentationsfunktion auch eine praktische Funktion – es war das Zentrum einer Fasanerie.  Das für den Bau benötigte Grundstück auf dem Berg Liščí vrch (Fuchsberg) hat das Fürstenbüro schon im Jahre 1802 gekauft. Es ist wahrscheinlich, dass der Maurermeister und Architekt Josef Poppelack die Bauarbeiten leitete, der schon den Bau vom Minarett in Lednice im Jahre 1800 leitete und der sich in späteren Jahren praktisch an der Realisierung von allen solitären Bauwerken im Parkareal Lednice-Valtice beteiligte. Im Jahre 1806 schmückte der Wiener Maler Johann Joseph Langenhöffel den oktogonalen Hauptsaal von Belveder mit einer illusorischen Malerei aus, auf der Pilaster und Dekorationen im damals sehr beliebten „pompejischen Stil“ sind. Unter der Herrschaft des Fürsten Jan I. von Liechtenstein (1760-1836) wurde das Lustschloss renoviert. Nach dem Brand im Jahre 1894 musste das Lustschloss erneuert werden, damals wurden hier wertvolle chinesische Seidentapeten angebracht. Der Fürst Alois I. erwarb sie aus dem Vermögen der hingerichteten französischen Königin Marie Antoinette.


Zurzeit ist das Belveder für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und die Touristen können es sich nach einem kurzen Spaziergang durch den Waldpark nur von außen ansehen, der das Lustschloss umgibt und von der Verbindungsstraße zwischen Lednice und Valtice trennt. Nach notwendigen statischen Arbeiten und nach der Fertigstellung aufwendiger Reparaturen, die in den letzen Jahren das Landesinstitut für Denkmalpflege durchführt, wird es wieder ein attraktives Ausflugsziel werden.